Raus aus der Symbiose – Rein in ein glückliches Leben!

Wir sind keine eigenständigen neutralen Wesen, auch wenn wir das glauben.

Wir werden durch unsere Eltern geboren und sind allein dadurch schon sehr eng mit ihnen verbunden. Die Eltern leben sozusagen in uns. Das ganze Ahnenfeld wirkt durch uns.

Deren Bewusstsein, deren Programmierungen sind in uns verankert und fließen durch uns hindurch. Jede ungelöste Blockade wurde an uns weitergegeben, ob sie es wollten oder nicht. Bis schließlich von uns und unserem Potential nichts mehr zu erkennen ist.

Wir versuchen ständig dagegen anzukämpfen und sagen uns „Ich bin nicht so wie meine Mutter oder mein Vater“ um dann später festzustellen „Oh, ich bin ja exakt wie meine Mutter oder mein Vater“.

Stell Dir vor:
Du bekommst von 7 Generationen Deiner Familie diese Geschenke.  Stell Dir weiterhin vor, dass diese Geschenke in Form von Paketen Dir gleichzeitig übergeben wurden und Du müsstest sie alle gleichzeitig tragen.

Wie fühlt sich das an? Was nimmst Du noch im Außen wahr? Wie nimmst Du Dich selbst wahr?

(Schließe für einen Moment Deine Augen und stell es Dir vor)

Würdest Du wirklich noch Deine wahre Essenz erkennen oder wärst Du die ganze Zeit mit diesen „Geschenken“ beschäftigt? Entweder in Form von Verdrängung oder auch in Form von Gedanken „Das bin ich“

Nun was können wir tun?

Wir sind natürlich nicht diesem Phänomen auf Biegen und Brechen ausgeliefert und können ständig eine neue Wahl treffen.

Um allerdings eine neue Wahl treffen zu können, muss uns erst einmal bewusst werden, was nicht zu uns gehört und in welchen Bereichen wir gern eine Veränderung hätten.

Das Leben ist ein Bewusstwerdens Spiel, d. h. werde Dir bewusst „Wer bist Du jetzt in diesem Moment?“ Erlaube Dir jeder Zeit eine neue Wahl zu treffen um Neues zu kreieren.

Das bedeutet:
Sobald Dir bewusst wird: „Oh, da läuft durch mich ein Muster meiner Mutter/meines Vaters“ – es nicht zu verdrängen, sonders es in Deiner Tiefe wahrzunehmen um dann die Entscheidung zu treffen, das möchte ich nicht mehr.

Wie funktioniert Loslassen?

Um etwas loszulassen, müssen wir es zunächst anerkennen. Das ist ein wichtiger Prozess und dieses fällt uns sehr schwer. Wir gehen in Widerstand, wollen nichts damit zu tun haben, gehen in die Verdrängung und glauben, dass es dann nicht mehr vorhanden ist. So wie ein Kleinkind, dass die Augen schließt und denkt „Ich bin nicht mehr da.“

Anerkennung ist der erste und wichtigste Schritt. Sobald Du es anerkannt hast, ist eine Veränderung möglich.

Eine wunderbare Methode um diese „Symbiosen“ oder „Verstrickungen“ zu erkennen und zu lösen, ist die systemische Strukturaufstellung mit Selbstintegration.

Was bedeutet „Systemische Strukturaufstellung mit Selbstintegration“

System bedeutet, dass wir alle miteinander verbunden sind und wir unterliegen gewissen Gesetzmäßigkeiten.  Werden diese nicht eingehalten, führt es zu Konflikten.

Auch hier im virtuellen Raum sind wir verbunden und jede/r einzelne hat einen Einfluss auf den anderen, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, d.h. z B. auch Gedanken in Deinem Umfeld haben einen Einfluss auf Dich. Du hast bestimmt schon von dem „Kollektivbewusstsein“ gehört. Doch das ist ein anderes Thema und ich möchte heute nicht näher darauf eingehen. Ich möchte lediglich damit zu verstehen geben, dass wir uns alle in einem System  befinden und uns gegenseitig beeinflussen.

Struktur bedeutet, wie hängen diese Verbindungen zusammen (Blickrichtung, gegenüberstehend, nebeneinander, links, rechts usw.).

Es gibt Verbindungen, die uns förderlich sind und welche die uns nicht so förderlich sind und Konflikte in unserem Leben auslösen.

Das Selbst repräsentiert Dein Potential, Deine Gefühle, Deine Gedanken, das was Dich ausmacht. Oft wird es zugunsten übernommener Muster (Symbiosen) zur Seite geschoben und verdrängt.

Die Folgen sind:
·       Du nimmst vielleicht Deinen Raum für Entfaltung nicht mehr wahr

·       Du hast Probleme Dich abzugrenzen

·       Eigene Entscheidungen fallen Dir schwer

·       Du bist leicht manipulierbar oder bist selbst dominant

·       Du fühlst Dich sehr einsam und kannst Dich schlecht schützen

Jeder Konflikt in Deinem Leben ist ein Zeichen eine „energetische Blockade“

Um wirklich ein glückliches Leben führen zu können, ist es wichtig in eine Verbindung gehen zu können aber auch „autonom“ Entscheidungen treffen zu können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.  Das ist allerdings nicht so einfach, da wir in solchen Symbiosen verstrickt sind und „denken“ wir treffen unsere eigenen Entscheidungen. Wir folgen allerdings lediglich einem übernommenen Programm unserer „Familie“

Wie kommen wir aus solchen Symbiosen raus?

Eine Möglichkeit wäre z. B. immer wieder zu überprüfen

„In welchem Zustand befinde ich mich?“

Bin ich in meinem Ich-Bewusstsein?
Ich – ich  – ich , das Dir quasi mitteilt, „Ich bin im Recht – Ich fühle mich verletzt – oder was auch immer.
Oder gehst Du in die Verbindung des Wir-Bewusstseins – diesem allumfassenden Bewusstseins und entscheidest Dich von diesem Bewusstsein aus „Was ist jetzt hier die richtige Aktion?”

Das ist komplett etwas anderes. (dazu mehr in einem anderen Artikel)

Eine andere Möglichkeit wäre sich das Thema einmal systemisch anzuschauen um Konflikte zu erkennen.

Durch Aufstellung des Themas kannst Du exakt sehen, wo Du in einer Symbiose feststeckst und nicht mit Deiner wahren Essenz verbunden bist.

Was kannst Du durch diese Art von Aufstellung erreichen?

·       Leben von Autonomie

·       Klare Grenzsetzung, denn durch klare Grenzsetzung, kann Dich Dein Gegenüber erst wahrnehmen, sonst bist Du evtl. verstrickt mit Deinem Gegenüber und spielst evtl. im Feld des anderen.

·       Klares „Nein“ sagen können, wenn Du Nein meinst. Du musst nicht dominant werden um Dein klares Nein sagen zu können.

·       Durch klare Kommunikation erreichst Du weniger Konflikte in deinem Umfeld.

·       Du hast die Möglichkeit verloren gegangene Energien zurückzuholen, zum Beispiel von Deinem Expartner, denn in Partnerschaften lässt man immer wieder Energien zurück.

Wie gehen wir in einer Systemischen Strukturaufstellung vor?

·       Zunächst Klärung und Definition des Auftrages, indem wir herausfinden, was die Lösung sein soll, heißt weg vom Defizit.

·       Dann stellen wir dementsprechend Menschen, Aussagen, Gefühle oder Hindernisse auf (Bodenanker in Einzelsitzungen, Personen in Gruppenaufstellungen) je nach Kontext und machen so das Problem zunächst im Außen sichtbar. Wir erhalten die ersten Informationen, welches Programm/Muster in Dir abgespeichert ist.

·       Befragung der Stellvertreter (Repräsentanten in der Gruppe) oder spüren der Bodenanker in Einzelarbeit.

·       Projektionen, Vermischungen entfernen um Symbiosen zu lösen

·       Rückgabe übernommener Muster, Gedanken, Gefühle

·       Abgrenzungsritual, wenn sehr starke Symbiosen sichtbar wurden.

·       Integration der Lösung.

Welche Formen der Aufstellung gibt es?

·       Ausgeblendetes Thema

= oft komplexe, komplizierte Themen wie z. B. trotz Zielsetzung, das Ziel nicht erreicht, schwerwiegende Gesundheitsthemen, Beziehungsproblematiken, Erfolgsthemen, Geld, Schulden

Es wird immer das Thema dahinter aufgestellt und ist oft sehr spannend zu erfahren, was die eigentliche Ursache ist.

·       Tetralemma

Wenn Du Dich zwischen verschiedenen Möglichkeiten nicht entscheiden kannst.

·       Glaubenssätze

Um tiefsitzende Glaubenssätze aufzulösen

·       Körperorganaufstellungen

Eine sehr spannende Form der Aufstellung, denn oft hängt eine chronische Krankheit mit dem Ahnenfeld zusammen.

·       Probleme, Konflikte

Welche Symbiose Muster gibt es?

Verschmelzung
Es gibt keine Grenze zwischen Person A + Person B

Sichtweisen, Gefühle, Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse sind gleich.

Sind wir z. B. verliebt ist es eine natürliche gewollte Symbiose, oder auch bei Mutter und Kind. Doch auf Dauer wäre es nicht gut diese Symbiose aufrecht zu erhalten, der Ausdruck des eigenen wäre nicht mehr möglich.

Fühlt sich Person A schlecht, geht es der Person B auch schlecht und umgekehrt.

Überanpassung
Person A verlässt den eigenen Raum und hält sich nur im Raum von Person B auf und erfüllt die Wünsche und Bedürfnisse von Person B.

Typische Aussagen solcher Menschen „Ich spüre sofort, wenn es meinem Mann/Frau nicht gut geht!“  „Ich fühle mich verantwortlich, wenn es dem anderen schlecht geht.“ Diese Menschen „leiden“ zu viel mit und verwechseln es mit „Liebe“ oder „Mitgefühl“.

Es kann soweit gehen, dass diese Person komplett das Schicksal der anderen Person übernimmt, dadurch bleibt der eigene Raum leer. Auch wenn Person B bereits verstorben ist, kann Person A diese Muster fortführen. Nicht selten werden Muster von Ahnen, nicht bekannte Personen übernommen.

Keine Verbindung zum eigenen Potential
Die Verbindung zum eigenen Selbst ist komplett abgebrochen.

Äußerungen wie: „Ich weiß nicht was ich will!“ oder „Ich weiß nicht was mein Raum ist“ „Ich kann mich nicht entscheiden“

Es sind oft Überlebensstrategien die wir als Kind uns angeeignet haben. Brav sein, lieb sein um Anerkennung zu erhalten. Das Selbst (Potential) wird weit weggeparkt. Den Preis, den wir dafür zahlen ist sehr hoch. Wir zahlen mit dem  „Verlieren der eigenen Lebendigkeit“

Durch Symbiosen geht Deine Lebendigkeit verloren!

Übernahme von Fremden
Das Selbst oder Potential einer anderen Person stellt sich in Deinen Raum, das zur Folge hat, dass Du Deinen Raum verlässt (Rückzug).

In einer Familie, in der sehr viel Gewalt herrscht, zieht sich die Person aus dem eigenen Raum zurück um ihr Selbst zu schützen.

Wird nun dieser Platz von einem Selbst einer anderen Person ersetzt wird es häufig Trojaner (Introjekt) genannt, d. h. es werden Muster von Vater oder Mutter übernommen und als die eigenen gelebt. Oft sind es die inneren Stimmen, Kritiker, Antreiber etc.

Abspaltung der gesunden Aggression
Wenn keine klare Grenze gezogen werden können, oder man seinen eigenen Raum verlässt, ist die gesunde Wut nicht mehr spürbar. Es äußert sich oft so, dass man schlecht „Nein“ sagen kann. Diese Person spürt oft nicht oder zu spät, wenn sie verletzt wurde. Reagiert viel später und dann vielleicht überschäumend. In diesem Fall läuft ein Muster im Hintergrund „Ich kann mich nicht wehren“ „Ich möchte andere nicht verletzten!“

Es gibt ein „Abgrenzungsverbot“ und damit funktioniert der eigene Schutzmechanismus nicht mehr.

Überabgrenzung
Nähe und Bindung werden gar nicht mehr zugelassen. Massiver Schutz vor Verletzungen. Liebe kann nicht mehr zugelassen werden 

Das sind oft Menschen, die vor sich selbst weglaufen, wandern zum Beispiel aus. Diese Person kann allerdings auch sehr manipulativ sein, da sie andere Menschen in ihren eigenen Raum ziehen. Dadurch entsteht Egozentrismus und Kälte. Die Lebendigkeit geht verloren.

Dominanz und Manipulation
Eine dominierende Person bringt andere Menschen dazu ihre Bedürfnisse abzudecken und zu befriedigen, da sie selbst von ihrem Selbst (Potential) getrennt sind.

Destruktive Aggression
Diese Art von Aggression geht gegen sich selbst oder an die falsche Adresse. Es entstehen Depressionen, Schuldgefühle, Autoimmunerkrankungen

Das wären nun einige Formen der Symbiosen, die wir leben.

Je mehr Symbiosen Du auflöst, desto klarer, konfliktfreier, harmonischer und lebendiger wird Dein Leben.

Und das wünsche ich Dir von ganzem Herzen.

Ich hoffe Dir mit diesem Artikel ein Beitrag sein zu können und freue mich Dich bei einer meiner nächsten Aufstellungen hier in München oder Gräfelfing zu sehen.

Hier kannst Du Dich anmelden → Systemische Strukturaufstellung mit Selbstintegration

Alles Liebe

Deine

Kornelia