Achtsamkeit leben

Momentan hört oder liest man ständig von  „Achtsamkeit“ oder auch „Mindful/Mindfulness“, deshalb dachte ich mir, widme ich mich heute diesem Thema.

Durch die technologisierte Gesellschaft leiden wir immer mehr unter Stress, Erschöpfung und Unzufriedenheit.

Wir können uns nun der Gesellschaft entziehen oder nach Möglichkeiten suchen, die uns helfen in dieser Gesellschaft achtsam in Frieden miteinander zu leben.

Achtsamkeitstraining kann uns effektiv dabei helfe innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit zu entwickeln. Es gibt Untersuchungen, die aufzeigen, dass Menschen, die Achtsamkeit pflegen und meditieren glücklichere Menschen sind.

 

Was bedeutet Achtsamkeit?

Dem Erleben im gegenwärtigen Moment offen, nicht urteilend, neugierig, freundlich und liebevoll zugewandt begegnen, das ist Achtsamkeit.

Gar nicht so einfach, wie ich finde. Sich dessen bewusst zu sein was in einem und um einen herum geschieht, erfordert das Gewahrsein eines beobachtenden Bewusstseins, das zugleich Teil der Erfahrung und getrennt von der Erfahrung ist. Es erlaubt Dir das Erlebte von außen zu betrachten, zu analysieren um anschließend bestenfalls emotionslos zu handeln. „Perfect Aktion“

Es ermöglicht Dir die Dinge aus einem anderen Winkel zu sehen, Du erlangst eine neue Perspektive und hast dadurch die Möglichkeit tiefer und ganzheitlicher zu erfahren.

Beispiel:

Stell dir vor Du schaust aus dem 3 Stockwerk eines Hochhauses und betrachtest die Welt. „Was siehst Du?“ Und nun gehst du in das 100ste Stockwerk und betrachtest wieder die Welt. Sehr wahrscheinlich siehst du die Welt und deine Umgebung aus dem 100sten Stockwerk komplett anders als aus dem 3. Stockwerk und so musst Du es Dir auch mit dem Beobachten dessen was ist vorstellen, je mehr Du Dich aus dem Ereignis herausbeemen kannst, desto klarer kannst Du die Zusammenhänge erkennen und dementsprechend handeln.

Doch wie kommen wir da hin? Durch Achtsamkeitsübungen und Meditationen.

Hier 4 Möglichkeiten  Achtsamkeit zu praktiziere

1.     Gehmeditation

= um Deine innere Wahrheit zu erkennen und Deinen Geist zu beruhigen und Klarheit zu erlangen.

Bei der Gehmeditation legen wir bewusst unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Es geht darum zu erfahren, wer oder was du bist. Welche Gedanken fließen durch Dich.

Hast Du z. B. viele negative Gedanken oder eher positive Gedanken? Wie wirken sich Deine Gedanken auf Deine Beziehungen aus? Gehe nur in die Beobachtung dessen was ist.

Damit Transformation geschehen kann, ist es wichtig zu erfahren wer Du innerlich bist. Also gehe nach innen anstatt Dich im Außen zu beschweren.

Durch die Gehmeditation kann ganz nebenbei Dein Geist beruhigt und bekräftigt werden ohne großartige Rahmenbedingungen zu schaffen, denn gehen und atmen tun wir den ganzen Tag, vielleicht nur nicht bewusst.

Gewöhnlich gehen wir zielstrebig von A nach B, wollen einfach nur ans Ziel kommen und nebenbei grübeln wir vielleicht noch über irgendwelche Probleme, die wir zu bewältigen haben. Wir sind nicht im Hier und Jetzt.

Durch die Gehmeditation lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, den Atem und die Tätigkeit des Gehens und sind nicht mit unserer Zukunft oder Vergangenheit beschäftigt. Wir erleben einen inneren Frieden, Klarheit und Stabilität im gegenwärtigen Augenblick

Ausübung:

Achtsam gehen – Atmen – Lächeln

3 Schritte

Wir machen diese Schritte sehr langsam und achtsam in Zeitlupentempo indem wir das Bein bewusst anheben, bewusst bewegen und wieder bewusst hinstellen. Das andere Bein bewusst anheben, bewusst bewegen und wieder bewusst abstellen. So gehen wir einen Schritt nach dem anderen und setzen einen Fuß vor den anderen, machen zwischendurch eine Pause, schließen die Augen und spüren nach. Beginnen wieder von vorne und lächeln und atmen tief dabei.

·       Beginne zunächst mit wenigen Schritten und mache nicht gleich einen Marathon.

·       Gehe aufrecht wie ein König, eine Königin und stell Dir vor, dass dort wo Deine Füße die Erde berühren Blumen wachsen.

·       Finde Deinen eigenen Atemrhythmus

·       Lächle, denn dadurch werden bereits fröhlich machende Bodenstoffe im Körper ausgeschüttet.

·       Am Anfang bist Du vielleicht unsicher und etwas wackelig auf den Beinen. Das ist normal und wird sich mit der Zeit legen.

·       Wenn Du in der freien Natur bist, dann mache diese Meditation barfuß und verbinde Dich mit der Kraft der Erde und nimm    ihre Stabilität auf.

·       Wenn Du geübt bist, kannst du diese Meditation überall anwenden, z. B. zwischen 2 Meetings oder während des Einkaufens im Supermarkt, wo auch immer. Probiere es aus.

·       Wenn Du diese Meditation am Morgen machst, kannst du die innere Ruhe und Stabilität mit in den Tag nehmen.

Nun bleibt mir nur noch Dir viel Spaß mit dieser Gehmeditation zu wünschen.

 

2.     Bewusstes Stehen: Der Berg

Das bewusste Stehen lässt Dich die Erdung erfahren, indem Du mit beiden Beinen im wahrsten Sinne des Wortes fest auf dem Boden stehst und somit mehr im Leben ankommst. Diese Übung kannst Du überall im Alltag integrieren.

Sie kann Dir vor wichtigen Gesprächen oder einer Präsentation helfen, wenn Du unsicher oder unruhig bist und Standfestigkeit und Entspannung benötigst.

Ausübung:

·       Stell Dich aufrecht hin, die Füße parallel und etwa hüftbreit auseinander. Die Beine sind gerade, die Knie aber nicht durchgedrückt.

·       Richte Deine Wirbelsäule bewusst noch ein wenig mehr auf und lass Deine Schultern dabei sanft nach hinten unten sinken. Achte darauf, dass dabei kein Hohlkreuz entsteht.

·       Die Hände liegen eng am Körper an, der Kopf ruht gerade auf den Schultern, der Blick geht nach vorne.

·       Stell Dir nun vor, dass aus deinen Füßen Wurzeln wachsen, die bis tief in die Erde reichen.

·       Spanne nun den ganzen Körper von unten nach oben an und atme währenddessen tief ein. Halte einen Moment, dann lass die Spannung los und atme aus.

·       Stelle dir vor, wie mit jedem Ausatmen und Lockerlassen Deine Wurzeln tiefer in die Erde reichen und Dir immer mehr Standfestigkeit gib.

·       Wiederhole das An- und Entspannen so lange, bis Du das Gefühl hast, ganz im Jetzt angekommen zu sein.

 

3.     Achtsamkeitsübung “Körperscan”

Durch diese Achtsamkeitsübung lernst Du Deinen Fokus zu lenken.

Hierzu habe ich eine Aufnahme gemacht, sodass Du entspannt einen Körperscan machen kannst.

Viel Freude beim Ausprobieren.

Ausübung:

Hier geht es zur Aufnahme: Körperscan Achtsamkeitsübung

 

4.     Achtsamkeitsübung bewusstes Essen

 

Bei dieser Übung hilft Dir vielleicht der Gedanke, dass die Vielfalt an Essen, die Dir zur Verfügung steht nicht selbstverständlich ist. Viele Menschen haben nicht diese Auswahl und würden es sich wünschen.

 

Ausübung:

·       Esse Deine nächste Mahlzeit ganz in Ruhe, mit voller Aufmerksamkeit ohne dabei zu reden, Mails zu checken oder fernzusehen.

·       Richte Dir Dein Essen ganz bewusst und möglichst ansprechend an und setzte Dich dann an den Esstisch.

·       Segne Deine Essen und bedanke Dich für die Gnade, dass Du so eine reichliche Vielfalt an Essen zur Verfügung hast.

·       Nimm nun die Farben und den Geruch des Essens auf Deinem Teller wahr.

·       Beginne zu essen und konzentriere Dich Gabel für Gabel, Bissen für Bissen auf Deine Mahlzeit.

·       Lass Dir Zeit für diese sinnliche Entdeckungsreise und konzentriere Dich voll auf Deinen Geschmacks- und Geruchssinn. Versuche dabei so oft wie möglich zu kauen, bevor Du sie schließlich hinunterschluckst.

·       Versuche zu verfolgen was mit dem Bissen in Deinem Körper geschieht.

Jon Kabat Zinn schlägt z. B. vor mal ganz achtsam 3 Rosinen zu essen. Eine sehr einfache und beindruckende Übung.

Nun wünsche ich Dir viel Freude mit diesen Übungen und ein achtsames, liebevolles Leben mit Deinen Liebsten.

Deine Kornelia

Ps: Möchtest Du noch mehr Achtsamkeitsübungen  für Dich ausprobieren und vielleicht regelmäßig an „Mind DetoxMeditationen“ teilnehmen, nimm mit mir Kontakt auf. Gemeinsam mit einem indischen Meditationstrainer stellen wir 1 x monatlich eine 2 Std. Meditationspraxis zur Verfügung und ab 2019 werden wir auch Tagesseminare abhalten.

 

 

 

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